Eingestürzte Giebelwand sorgt für langwierigen Großeinsatz

Technische Hilfeleistung
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Einsatzort Details

Hohe Straße, Greetsiel
Datum 21.05.2022
Alarmierungszeit 06:45 Uhr
Alarmierungsart Digitaler Meldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Polizei
Feuerwehr Norden
Freiwillige Feuerwehr Krummhörn - Nord
Freiwillige Feuerwehr Krummhörn - West
ELW-1 FW Krummhörn-Mitte
Bauhof
Technisches Hilfswerk (THW)
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Einsatzbericht

Im Greetsieler Ortskern kam es infolge einer eingestürzten Giebelwand eines Gebäudes zu einem langwierigen Einsatz mit einem großen Materialbedarf. 

Nachbarn hatten am Samstagmorgen zunächst gegen 06:40 Uhr einen lauten Knall in der Hohen Straße vernommen und beim Blick nach draußen festgestellt, dass die gesamte Giebelwand eines Gebäudes, das zu dem Zeitpunkt kernsaniert wurde, eingestürzt ist. Daraufhin riefen Sie die Feuerwehr über den Notruf 112 zur Hilfe.

Die ausgerückte Ortsfeuerwehr Krummhörn-Nord stellte im Rahmen der Erkundung fest, dass Teile der Giebelwand auf die Straße gestürzt waren. Personen wurden nicht verletzt. Zunächst sperrte die Feuerwehr umgehend die Straße im Bereich der Einsatzstelle und forderte einen Fachberater des Technischen Hilfswerks an.

Im Rahmen der Begutachtung stellte der Baufachberater aus Delmenhorst sowie sein Kollege aus Cuxhaven fest, dass das Gebäude akut einsturzgefährdet war und abgetragen werden musste. Des Weiteren sind auch ein angrenzendes Restaurant und eine ehemalige Teestube, die ebenfalls derzeit kernsaniert wird, überprüft worden.

Da sowohl im akut einsturzgefährdeten Gebäude, als auch in der direkt angrenzenden ehemaligen Teestube keine Bodenplatte mehr vorhanden war, mussten in der ehemaligen Teestube umfangreiche Sicherungsmaßnahmen von innen und außen ergriffen werden, um etwaige Schäden durch den Abriss des einsturzgefährdeten Gebäudes zu verhindern. Diese Arbeiten dauerten den gesamten Tag über an.

Für die Sicherungsmaßnahmen sind diverse THW-Einsatzkräfte aus ganz Ostfriesland und den Städten Oldenburg und Westerstede hinzugezogen worden. Große Mengen an Material kamen zum Einsatz.

Zum Schutz der Einsatzkräfte ist seitens des Technischen Hilfswerks ein sogenanntes Rissmonitoring durchgeführt worden, um Veränderungen an dem Gebäude erkennen zu können. Zudem kam ein Spezialsystem des THW Achim zum Einsatz, das kleinste Veränderungen erkennt und sofort Alarm schlägt.

Nachdem die Sicherungsmaßnahmen in den frühen Abendstunden abgeschlossen waren, trug ein hiesiges Lohnunternehmen das einsturzgefährdete Gebäude Stück für Stück ab.

Am Nebengebäude konnten keinerlei Veränderungen während der Abrissarbeiten festgestellt werden.

Die Ortsfeuerwehr Krummhörn-West versorgte während des Einsatzes alle Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken. Einen großen Dank an das Restaurant Seestern und die Bäckerei Buchholz für die Versorgung und Unterstützung!

Gegen Mitternacht war der Einsatz auch für die letzten Einsatzkräfte beendet.

 

Im Einsatz waren insgesamt mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Krummhörn-Nord, Versorgungsgruppe Feuerwehr Krummhörn-West, Einsatzleitwagen-Gruppe FW Krummhörn, Feuerwehr Norden mit dem Lichtmastanhänger, dem Technischen Hilfswerk aus Norden, Aurich, Leer, Emden, Westerstede, Oldenburg, Achim, Delmenhorst und Cuxhaven sowie dem Bauhof der Gemeinde Krummhörn.

 
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